Überraschender Aufstieg der zweiten Mannschaft - Ein Rückblick von Jean-Pierre Fuß

02.03.2017

Am ersten Spieltag ging es gegen das Team der Stadtverwaltung Bonn 4. Leider musste die
Mannschaft auf zwei Stammspieler verzichten, wovon Brett 1 freigelassen wurde und die
Mannschaft mit einem Punkt Rückstand startete. Dennoch konnten sie ein 3:3 Unentschieden
erkämpfen.


Am zweiten Spieltag traten wir gegen Hennef 3 an, einer der Aufstiegskandidaten. Hansjörg konnte
seine Partie früh durch das Klingeln des gegnerischen Handys gewinnen. Daraufhin folgte ein
Remis von Ahmad und später eine Niederlage von Jürgen. Ralf bot seinem Gegner Remis, welches
dieser annahm. Friedrich konnte seine Partie durch ein taktisches Motiv gewinnen, so musste
meine Partie entscheiden. Da ich unter starkem Zeitdruck war, machte ich Fehler, welche mein
Gegner nutzte und mich zur Aufgabe zwang. Dadurch spielten wir 3:3.


Am dritten Spieltag gegen Limperich 2 musste die Mannschaft erneut auf mich verzichten, da ich in
Bad Soden beim Ramada Cup spielte. Bei den Gegnern fehlten Brett eins und drei, wodurch wir mit
1:0 in Führung gingen. Am Ende konnte die Mannschaft mit 3,5:1,5 gewinnen, wodurch wir
zwischenzeitig auf Platz drei standen.


Gegen Godesberg 6 ging es am vierten Spieltag. Als erstes konnte Karl-Friedrich seine Partie
gewinnen. Durch einen Eröffnungsfehler sprang bei mir leider nur ein Remis heraus. Als nächstes
folgte eine Niederlage von Johannes und ein Sieg von Hansjörg. Nachdem Ralf gewann remisierte
Friedrich zum 4:2 Mannschaftssieg.


Am fünften Spieltag kam Rheinbach 3 zu uns. Als erstes verlor Ahmad, welcher viel zu leicht das
Zentrum weggab und dem Gegner Möglichkeiten bot. Als nächstes nahm ich das Remis an, da wir
beide keine Chance auf einen Sieg hatten. Da es leider an den anderen Brettern auch nicht gut
aussah (Ralf und Friedrich standen verloren), fuhr ich nach Hause. Abends schaute ich mir das
Ergebnis an und stellte mit Erstaunen fest, dass wir den Mannschaftskampf mit 4:2 gewonnen
hatten. Mir stellen sich immer noch die Fragen, wie konnte Friedrich gewinnen und Ralf remis
spielen?


Als nächstes kam Fritzdorf 2 zu uns, welche um den Abstieg spielten. Als erstes gewann Markus
seine Partie, welche lange Zeit klar schlechter bis verloren stand, aber er konnte alles abtauschen
und mit dem Mehrbauern ins Endspiel gehen. Friedrich kannte eine Eröffnungsfalle nicht und
verlor eine Figur und später die Partie. Daraufhin folgte ein Sieg von Ralf, der durch einen Fehler
seines Gegners ein Remis zu einem Sieg umwandeln konnte. Danach gewann auch ich meine
Partie, welche ich schon früher hätte gewinnen können, aber ich übersah den entscheidenden Zug.
Als nächstes konnte Hansjörg gewinnen, welcher seinen Gegner mit den Springern terrorisierte
und seinen Gegner zur Verzweiflung brachte, welcher unter großer Zeitnot aufgab. Daraufhin bot
Karl-Friedrichs Gegner Remis und besiegelte den 4,5:1,5 Mannschaftssieg. Zu unserem erstaunen
verlor Bonn Beuel gegen Godesberg, wodurch wir die Tabellenführung übernahmen.


So fuhr unsere Mannschaft am letzten Spieltag nach Bonn Beuel, wo auf jeden Fall der Aufsteiger
gefeiert wird. Da wir mit einem Mannschaftspunkt führten, reichte uns ein Remis, wodurch die
Anspannung sehr groß war. Mein Gegner 200 DWZ stärker und ehemaliger Bundesligaspieler
versuchte mich mit Psycho-Tricks zu verunsichern. Er zog immer dann, wenn ich gerade aufstehen
wollte um mir die anderen Partien anzuschauen. Aber was mein Gegner kann, kann ich schon
lange. Nach 20 Minuten dachte mein Gegner länger nach, woraufhin ich meine Chance nutzte und
das Brett verließ. Markus stand leicht besser als sein 150 DWZ stärkerer Gegner, da er besser aus
der Eröffnung kam. Karl-Friedrich kam zu einem durchwachsenen Mittelspiel, bei welchem noch
alles möglich war. Ralf spielt mit seinen Figuren über den Damenflügel, was bei den gut
positionierten Figuren des Gegners schwer zu durchdringen war. Hansjörg spielte wie immer sehr
aggressiv und besetzte das gesamte Zentrum, was seinen Gegner in Probleme versetzte, da dieser
lange an den ersten Zügen überlegte. Friedrich stand unter Dauerangriff und bekam diesen nicht
gelöst. Nach wenigen Zügen hätte er eigentlich die Qualität hergeben müssen, aber sein Gegner
übersah dies. Friedrich erhielt noch mehr Hilfe, als sein Gegner die Fesslung aufhob und alles
abtauschte. Nach dem Abtausch bot Friedrich Remis, welches der Gegner ablehnte. In meiner
Partie übernahm ich die Oberhand und konnte meinen Gegner bis zum 16.Zug von der Rochade
fernhalten, da ich sonst einen Bauern gewonnen hätte. Mein Gegner spielte sehr defensiv,
wodurch ich keine Chance hatte eine Linie zu öffnen. Nach etwas über einer Stunde verspielte
Hansjörg seinen Vorteil und nahm das Remisangebot seines Gegners an. Darauf folgte das Remis
von Markus, da er seinen Gegner in Dauerschach setzen konnte. Nun bot Ralfs Gegner Remis,
welcher sich Zeit mit der Antwort lies. Friedrich gewann seine Partie, dank der Mithilfe seines
Gegners, welcher ihm zum Freibauer und später zur Umwandlung verhalf. Nachdem ich das
Remisangebot meines Gegners annahm konnte Ralf sein Remis annehmen und der Aufstieg war
perfekt. Bei der Unruhe konnte Karl-Friedrich keinen klaren Kopf behalten und verlor dadurch die
Partie.
Auf diesem Weg bedanke ich mich bei der Mannschaft für eine tolle Saison und natürlich bei Ralf,
der einen super Job als Mannschaftsführer gemacht hat und uns so den Aufstieg
ermöglichte. (Jean-Pierre Fuß)